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Thermenrundgang - Quellen und Sprudel
Auf den Spuren der Breisiger Thermalquellen
Bad Breisig am Rhein geht auf eine keltisch-römische Gründung zurück. Seit 2500 Jahren ist der Ort besiedelt. Mit der Erbohrung der ersten von insgesamt sechs Thermalquellen begann im 1914 der Aufstieg zur Kur- und Quellenstadt. Der Titel "Bad" wurde am 06. Mai 1958 verliehen.

Start ist an den Römer-Thermen in der Albert-Mertés-Str. 11

Römer-Thermen/Geyrsprudel  

1936 vollendete Johann Martin Schuh, ein Pionier des Breisiger Badewesens, das "Heilbäderhaus Geyrsprudel" (Albert-Mertés-Str. 11). Bereits in den Jahren 1912-1914 hatten der Quellenforscher Peter Lang und Reichsfreiherr Maximilian von Geyr zu Schweppenburg durch eine sensationelle Tiefenbohrung in 605m unter der Erdoberfläche die warme Mineralquelle erschlossen. Der Unternehmer Schuh wollte mit dem Bäderhaus die professionelle Nutzung des heilbringenden Wassers ermöglichen. Sein Sohn Willy errichtete hier das erste Thermal-Hallen-Wellenbad Europas. Im Dezember 1991 wurde mit den "Römer-Thermen" ein modernes Thermalbad mit großzügiger Saunalandschaft eröffnet.
Nach einem Umbau im Jahre 2010 erstrahlen die Römer-Thermen in neuem Glanz.

Römer-Thermen
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Am Trinkbrunnen im Innenbereich sprudelt das Heilwasser kristallklar hervor, im Trinkpavillon vor dem Gebäude im naturbelassenen Zusatand: über 30°C warm. Trinkpavillon
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Römer-Thermen in Richtung Tennishalle (rechts) umrunden; zwischen Tennishalle und Tennisplätzen Aufstieg in den Berghang. Hier am hinteren Teil des Außengeländes Römer-Thermen:
 
   
Bohrstelle Geyrsprudel  
Die Idee der Erschließung von Heilquellen geht auf die römische Tradition im Pöntertal und entlang des Brohlbachs zurück. Der Quellenforscher Peter Lang ("Wasser-Pitter") war auf der gegenüberliegenden Rheinseite in Bad Hönningen am erbitterten Widerstand der Industrie gescheitert. Mit einem geduldigen Sponsor, dem Braon Max von Geyr, gelang ihm im  April 1914 die Erbohrung einer 70.000 l stündlich schüttenden, 34°C warmen Thermalquelle. Die vorausgegangene zweijährige Tiefenbohrung war eine damals technisch unerhörte Initialzündung. Pannen, wie der Abrisw des Bohrmeißels oder die Verschiebung des Bohrlochs aus der Senkrechten, konnten die Antriebskraft der Erbohrer nicht stoppen. Neben der Bohrstelle entstand zunächst ein kleines Fachwerk-Badehaus. Der größte Teil des Thermalwassers versiegte ungenutzt. Erst durch Famlie Schuh begann ein professionelles Bäderwesen. Heute speist der Geyr-Sprudel die Römer-Thermen. Bohrstelle Geyrsprudel
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Mit dem Rheinhöhenweg R den Hang auf halbe Höhe hinaufsteigen. Dann links ab in Richtung Freizeitpädagogisches Zentrum "Eifeldorf", dem Rheinhöhenweg folgend.
 
   
Mariensäule/Mariensprudel  
Unterhalb der Basaltfigur lag der einst größte Breisiger Thermalsprudel: die 1927 erbohrte Marienquelle mit 200.000 l Schüttung stündlich. Sie versiegte während des 2. Weltkrieges durch mehrere Erderschütterungen.
Frau Gertrud Schuh, Ehefrau des Badewesen-Pioniers Johann Martin Schuh, gelobte eine Marienstatue für den Fall der gelungenen Wiedererschließung der Quelle. 1952 gelang dies tatsächlich. Für die inzwischen verstorbene Mutter erfüllte Sohn Willy Schuh das Gelübde und ließ die erhabene Madonna aus schwarzem Eifelbasalt errichten. In ihrer Hand hält sie eine Kohlensäure-Schale.
Am 01. August 1928 waqr mit dem Wasser der Marienquelle das erste Thermal-Frei-Schwimmbad Deutschlands (Gebäude in direkter Rheinnähe, heute bebaut) eröffnet worden.
Mariensprudel
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Mit dem Rheinhöhenweg R weiter bis zur Augustenhöhe, nach der Ehefrau des deutschen Kaisers Wilhelm I. benannt. In einem Wegenetz hinter dem Freizeitpädagogisches Zentrum "Eifeldorf" führt der Rheinhöhenweg R über einen Zick-Zack-Pfad nach Rheineck hinab.

Mariensäule
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 Rheineck  
ist ein Ortsteil der Stadt Bad Breisig, auf einer römischen Kastellanlage begründet. Durch den Ort schlängelt sich der Vinxtbach. In römischer Zeit war er die Grenze zwischen den Provinzen Obergermanien mit der Hauptstadt Mainz und Niedergermanien mit der Hauptstadt Köln. Luftbild
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Über die Wagram-Brücke (Pont de Wagram) überqueren wir den Vinxtbach

Im Juli 1813 war diese Brücke zur Erinnerung an die siegreiche Schlacht Napoleons über die Österreicher errichtet worden. Auch Rheineck stand noch bis 1816 unter französischer Verwaltung.

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Dem Bachlauf folgend unter der Bundesbahnlinie und Bundesstraße 9 zur Mündung am Rhein.

Das Mündungsdelta ist weitgehend naturbelassen. Der Mündung gegenüber auf der anderen Rheinseite beginnt der Limes, ein römischer Grenzwall. 84 nach Christus wurde unter Kaiser Domitioan der Bau dieser Wallanlage begonnen, die bis zur Donau reichte.

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Weiter am Rheinufer entlang.

Bei Niedrigwasser sind am aufsteigenden Wasserdampf und der rostbraunen Verfärbung des Ufergesteins die Einläufe er Thermalquellen zu erkennen.

In Höhe der Malteserstraße stoßen wir auf den Lugerussprudel: 27°C warm, 40.000l/St., 608m tief, 1929 erbohrt durch die Fa. Carl Gustav Rommehöller GmbH, 1936 neu gefasst. Er speiste früher die Wannenbäder und die Anlagen im Städtischen Kurhaus. Am 21.03.1960 als gemeinnützige Quelle staatlich anerkannt. Der Ludgerussprudel hat eine ähnliche Beschaffenheit wie Geyr- und Mariensprudel, doch ist die Konzentration an gelösten Feststoffen höher.
Unterhalb des Boedikerwegs fließt der Mariensprudel in den Rhein: 33°C warm, 630m tief, vormals 200.000 l, seit 1952 56.000 l Schüttung stündlich. Seit 1960 ist das Bohrloch (unterhalb der Mariensäule liegend) bis 521m Tiefe mit gummierten Stahlrohren ausgebaut. Von 1928 bis zur Schließung Ende der 70er Jahre speiste die Quelle die Schuh´schen Thermalfreibäder.

Einlass Thermalquelle
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Fußweg vom Rheinufer in Richtung Tourist-Information.
 
   
 Villa Bachem/Schuh  

Die Villa wurde 1874 inmitten eines parkähnlich angelegten Gartens durch den Steinhauer Franz Bachem aus Königswinter erbaut und steht heute unter Denkmalschutz.
Johann Martin Schuh erwarb die Villa 1920.
Im Park errichtete er 1927/28 die ersten Thermal-Freibäder Deutschlands. Hier gab es auch ein überdachtes Becken mit unterschiedlicher Wasserspeisung im Sommer (Mineralwasser) und im Winter (Thermalwasser).

Johann Martin Schuh führt auf seinem Villengelände 1923 seinen ersten Bohrversuch durch, der 1925 mit der Gertrudisquelle zum Erfolg führte.
Getrudisquelle: 15°C warm, ca. 98m tief, 15.000-20.000 l/Std., Ende 1963 gefasst. Die Kohlensäure wurde in der Schuh´schen Kohlensäurefabrik (heutiger Bauhof der Stadt Bad Breisig) genutzt. Zeitweise speiste die Quelle ein kleines "kaltes" Schwimmbecken im Bereich der Freibäder Schuh. Am 24.06.1965 als Heilquelle anerkannt.

Villa Bachem
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Gegenüber des Villengeländes liegt der historische Bahnhof von 1880. Hinter der Gleisanlage befindet sich heute ein Parkplatz. Früher war hier die Mineralbrunnenfirma "Bronni". Zwischen 1957 und 59 wurde auf dem Betriebsgelände in 25m Tiefe die Michaelisquelle erbohrt. Zeitgleich stieß man an der Malteserstraße in 33m Tiefe auf die Rdolph-Halpaus- oder Rudolphusquelle. Beide dienten der Getränkeabfüllung. Ihr Chemismus unterscheidet sich von den übrigen Breisiger Heilquellen durch einen höheren Magnesiumgehalt. Als "Magnesium-Natrium-Kalzium-Hydrogenkarbonat-Chlorid-Wasser" wurde die Michaelisquelle am 27. Juni 1961 staatlich anerkannt. Sie lieferte 18.000 l pro Stunde, die Rudolphusquelle 4.000 l/Std. bei nur 12°C Temperatur. Thermalbäder Schuh
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Ein kurzes Stück entlang der Koblenzer Straße bis zur Villa Luzia
 
   
 Villa Luzia  
Der Tuchfabrikant Hugo Knops ließ 1908/09 dieses prächtige Landhaus durch den bekannten Jugendstil-Architekten Franz Brantzky erbauen. Zum Glück überstand die Villa beide Weltkriege unbeschadet. Von 1949 bis 1973 diente sie als "Haus für Kurgäste". Nicht zuletzt ihres hohen kunsthistorischen Wertes wegen wurde die Villa Luzia mit dem umgebenden Garten 1981 als Denkmalzone unter Schutz gestellt.  Es lässt sich wohl kaum ein Beispiel des Jugendstils gleicher Qualität in ganz Rheinland-Pfalz finden. Villa Luzia
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weitere Wegbeschreibung:
An der Bushaltestelle rechts dem Fußweg folgend zum Rhein. Am Rheinufer entlang,  links in die Tempelgasse einbiegen. Über den Parkplatz rechts in den Kurpark.
 
Als altes Gartenland der umliegenden Rheinvillen weist der Kurgarten noch heute einen alten, zum Teil exotischen Baumbestand auf.  
   
 Kurpark  

1876 legten die Mitglieder der in Breisig entstandenen Freimaurerloge den Grundstein zu ihrer "Loge Erholung". Nach einigen jahren wurde das anwesen an den dänischen Generalkonsul Oehme verkauft. Er baute das Haus um und aus. Nach Jahrzehnten der Unsicherheit über die künftige Nutzung wurden 2009 im Rahmen des Projektes "Wasserpark" die Grundlagen für eine Veränderung der Gebäudesituation und eine tiefgreifende Modernisierung des Kurparkes gelegt.

Generalkonsul Oheme legte ebenfalls den heutigen wunderschönen Kurpark an. Aus allen Herren Länder kommen die angepflanzten Bäume; bei einem Rundgang durch den Park kann man sich auf kleinen Infotafeln über die Bäume und deren Herkufnt informieren.

- VG Bad Breisig
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weitere Wegbeschreibung:
Am Rhein entlang bis zur historischen Rheinpromenade. Links die Biergasse hoch, die B9 überqueren und weiter durch die Bachstraße. Durch die Unterführung, nach ca. 50m links in die Quellenstraße einbiegen und zurück zu den Römer-Thermen, dem Ausgangspunkt unseres Rundgang auf den Spuren der Breisiger Thermalquellen.
 
   

  Der Plan zur Orientierung Download der Broschüre
- VG Bad Breisig - VG Bad Breisig Unseren Flyer Thermenrundgang können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
Klicken Sie hier: Thermenrundgang .

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