10.02.2014

Vorsicht vor dubiosen Geldeintreibern

Verbraucherzentrale warnt vor falschen Rechtsanwälten und Inkassobüros

Vor Zahlungsaufforderungen falscher Anwaltskanzleien und Inkassounternehmen warnt die
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Absender nennen sich zum Beispiel Rechtsanwaltskanzlei Steinhauer, Rechtsanwaltskanzlei Lep’ere, Zentral Inkasso oder ZFM Zentral Forderung Management. Mit den Schreiben wollen sie zweifelhafte Forderungen aus Gewinnspieldiensten eintreiben. „Wer sich gegen die Forderung wehren will, hat Probleme, die entsprechenden Büros zu erreichen“ weiß Christian Gollner, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale. „Die in den Briefen genannten Straßennamen sind frei erfunden. Post kommt als unzustellbar zurück. „Über die angegebenen Telefon- und Faxnummern ist niemand zu erreichen. Die Anwälte und Inkassounternehmen tauchen in den amtlichen Verzeichnissen gar nicht auf.
Die Forderungsschreiben erscheinen auf den ersten Blick seriös. Die Absender fordern dazu auf, Beträge zwischen 100 und 300 Euro auf ein privates Konto in Deutschland oder Bulgarien zu überweisen.
Die Verbraucherzentrale rät, solche Schreiben und angebliche Forderungen sehr kritisch zu prüfen. „Nur Rechnungen aus wirksam geschlossenen Verträgen müssen bezahlt werden“ informiert Gollner. Betroffene können sich in den amtlichen Rechtsanwalts- und Inkasso-Verzeichnissen im Internet darüber informieren, ob die Absender glaubwürdig sind. Alle in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte sind in der Datenbank der Bundesrechtsanwaltskammer unter der Adresse www.rechtsanwaltsgerister.org zu finden. Unter der Adresse www.rechtsdienstleistungsregister.de werden die im Auftrag des Bundes und der Länder zugelassenen Inkasseunternehmen verzeichnet.

Die Verbraucherzentrale rät grundsätzlich, unberechtigten Forderungen möglichst per Fax oder Brief zu widersprechen und nicht zu zahlen, wenn keine Leistung in Anspruch genommen wurde. Ein Musterbrief erhalten Betroffene in den örtlichen Beratungsstellen und Stützpunkten der Verbraucherzentrale sowie im Internet unter www.vz-rlp.de/musterbrief-inkasse. Wer hinter einem bestimmten Schreiben einen Betrug vermutet, kann diesen bei der Polizei anzeigen.

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