14.10.2016

Milder Winter und niedrige Energiepreise

 Milder Winter und niedrige Energiepreise
Verbraucherzentrale rät Abschlagsbetrag bei den Heizkosten anzupassen


Mieter können sich in diesem Jahr voraussichtlich über eine ansehnliche Rückerstattung zu viel bezahlter Heizkosten freuen. Grund: Der letzte Winter war einer der mildesten seit Aufzeichnungsbeginn des Deutschen Wetterdienstes. Gleichzeitig ist der Heizölpreis von Juni 2015 bis April 2016 um etwa 20 Cent pro Liter gefallen. „Wer eine Rückzahlung erhält, sollte auf eine Reduzierung des zukünftigen Abschlags achten“, rät Fabian Fehrenbach, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Mieter haben darauf einen Anspruch. In der Praxis erfolgt dies jedoch nicht immer.“ Wer den Abschlagsbetrag auf der alten Höhe belässt, gewährt der Hausverwaltung oder dem Vermieter ein zinsloses Darlehen.

Je nach Witterung und Höhe der Energiepreise im nächsten Winter kann es im kommenden Jahr wieder zu einer Nachzahlung kommen. Fehrenbach empfiehlt für diesen Fall, auf dem eigenen Konto eine entsprechende Rücklage zu bilden.

Die Verbraucherzentrale rät zudem, die Heizkostenabrechnung überprüfen zu lassen. Gut ein Drittel der in der Vergangenheit von der Verbraucherzentrale kontrollierten Abrechnungen enthielt grobe Fehler. Die Prüfung beinhaltet eine rechtliche Bewertung der aufgeführten Positionen sowie eine grafische Auswertung des individuellen Verbrauchs im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch im Haus. Wer ältere Abrechnungen mit einreicht, erfährt zudem, ob der aktuelle Abschlag angemessen ist.

Interessierte können ihre Unterlagen per Mail an energie@vz-rlp.de senden oder Kopien per Post an die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Energieberatung, Postfach 41 07 in 55031 Mainz senden. Die Überprüfung kostet 20 Euro und erfolgt gegen Rechnung.

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