09.12.2016

Ausblick 2017: Das ändert sich für Energieverbraucher

 
Energieberatung der Verbraucherzentrale erklärt, was Haushalte wissen müssen

Neues Jahr, neue Regeln – auch 2017 ändert sich für Energieverbraucher einiges. Hans Weinreuter, Energieexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, erklärt, was für private Haushalte wichtig wird.
• EEG-Umlage: Die Ökostrom-Umlage wird 2017 um 0,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde steigen. Auch die Netzentgelte werden deutlich steigen. Viele Anbieter werden daher wohl die Strompreise anheben. Allerdings sind die Verbraucher nicht wehrlos: Hans Weinreuter rät, bei Preiseerhöhungen durch den Versorger einen Tarif- oder Anbieterwechsel zu prüfen. In diesem Fall haben Verbraucher nämlich immer ein Sonderkündigungsrecht. Wer Hilfe beim Wechsel benötigt, kann sich an die örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden.
• Elektrogeräte: Ab September 2017 dürfen gemäß der EU-Ökodesignrichtlinie nur noch Staubsauger verkauft werden, die eine elektrische Leistung von unter 900 Watt haben – am EU-Label auch daran zu erkennen, dass der Jahresstromverbrauch unter Standardbedingungen maximal bei 43 Kilowattstunden liegen darf. Wichtig zu wissen: Tests der Stiftung Warentest haben gezeigt, dass die Verringerung des Stromverbrauchs nicht zulasten der Saugkraft geht. Geschont wird also nur der Geldbeutel, nicht der Dreck.
• Heizungsanlagen im Bestand: Schon seit 2016 gibt es eine eigene Energieeffizienz-Kennzeichnung für Heizungsgeräte im Bestand, das sogenannte „Nationale Effizienzlabel für Altgeräte“. Neu ist ab 2017, dass die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet sind, alle noch nicht gekennzeichneten Geräte gestaffelt nach Baujahren zu etikettieren. Weinreuter betont: „Das Nationale Label sagt nur etwas über den Gerätetyp, nicht über den tatsächlichen Zustand der jeweiligen Anlage oder die Eignung für den aktuellen Einsatzort aus. Darüber gibt zum Beispiel der Heiz-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Aufschluss.“
Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie zuhause hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren in 70 Orten in Rheinland-Pfalz anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.energieberatung-rlp.de oder unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 60 75 600. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und vom rheinlandpfälzischen Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

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