31.01.2018

Bahnlärm im Mittelrheintal

Bürgermeister wendet sich an das Verkehrsministerium

- VG Bad BreisigBad Breisig: Mit einer gehörigen Portion Frustration musste der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Breisig, Bernd Weidenbach, ebenso wie die betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner des Mittelrheintales zur Kenntnis nehmen, dass sich die Last des Bahnlärms entlang des Rheins zukünftig nicht verbessern wird. Demnach besteht für die Menschen im Mittelrheintal und damit auch in den verbandsgemeindeangehörigen Gemeinden Bad Breisig und Brohl-Lützing keine Chance, dass eine Alternativstrecke der heutigen Güterverkehrsstrecke in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 aufgenommen wird. Gleichzeit war den Medien zu entnehmen, dass die Deutsche Bahn AG der Besitzerin eines Hauses im Mittelrheintal die Mehrkosten für den Einbau von Schallschutzwänden bezahlen muss, weil das Gericht zur Überzeugung gelangte, dass die Lärmbelastung in den Wohnungen des Anwesens unzumutbar hoch sei. 200 Züge passieren das Haus innerhalb von 24 Stunden. Diese verursachen tagsüber einen Geräuschpegel von 82dB(A), nachts sind es 84 dB(A). Laut eines Gutachtes dürfte der Geräuschpegel am Tag bei 59dB(A) und nachts bei 49 dB(A) liegen. Alles was darüber hinausgehe, ist nach Auffassung des Gerichtes rechtswidrig.

Dies war für Bürgermeister Bernd Weidenbach Grund genug die Initiative zu ergreifen und Herrn Minister Christian Schmitt aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur persönlich anzuschreiben. In dem Brief heißt es wörtlich:

„Ich erlaube mir die Frage, wie es vertreterbar sein kann, dass im Bewusstsein, dass das Verkehrsaufkommen auf der Schiene weiter ansteigen wird, die Menschen hier im Mittelrheintal […] ohne Aussicht auf Besserung, dieser ja offenbar rechtswidrigen Situation ausgesetzt werden“.

Man hofft, dass über den Bundesverkehrswegeplan 2030 noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

„Hier muss nach meiner festen Überzeugung Bewegung gezeigt werden und ich hoffe, dass im Bundesverkehrsministerium die Einsicht besteht, dass die Menschen hier in unserer Heimatregion nicht auf Jahrzehnte hinweg dieser rechtswidrigen Situation ausgesetzt werden dürfen“, so Bürgermeister Bernd Weidenbach.


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