Sitzung des Kirchenrates vom 28. Januar 1870

  1. Das der Neubau der hiesigen Pfarrkirche schon längst allgemein und insbesondere schon im Jahre 1847 von der ganzen Gemeindevertretung und der königlichen Regierung für notwendig anerkannt und zur Beschaffung der Baufonds die Veräußerung einer Waldparzelle von Letzteren genehmigt worden;
  2. Das die bischöfliche Behörde am 29. September 1848 der Veräußerung der nachbezeichneten, jetzt zu 66 RM und 5 Groschen verpachteten Grundstücke der Kirchenfabrik zur Verstärkung der Baufonds respektive zum inneren Ausbau der Kirche ihre Zustimmung erteilt hat;
  3. Das die Notwendigkeit des Neubaues heute natürlich noch größer ist als vor 23 Jahren, dass inbesondere der Raum, auch wenn das Chor und der übrige, neben und gar hinter dem Altar vorhandene Platz mitgerechnet wird, doch bei einer Bevölkerung von 706 Seelen nur für ungefähr 325 Personen hinreicht, und die Benutzung des letztgenannten Raumes für den Geistlichen und die Abhaltung des Gottesdienstes sehr störend ist; 
  4. Das die Gemeinde gemäß des anliegenden Gemeinderatsbeschlusses vom heutigen Tage sich wiederum bereit erklärt, den Rohbau einer neuen, nach dem vom Stadtbaumeister Nebel von Koblenz vom 16. d. M. angefertigten Plane zu errichtenden gothischen, den hiesigen Verhältnissen ganz entsprechenden Kirche zum Kostenbetrag von 9000 RM, welcher Plan jetzt der Königlichen Regierung vorliegt und baldmöglichst auch der Bischöflichen Behörde vorgelegt werden wird, unter der Bedingung zu übernehmen, dass die Kirchenfabrik wie 1848, auch heute bereit ist, zum Zwecke des inneren Ausbaues ihre nachbenannten Grundstücke zu veräußern; 
  5. Das die Kirche, weil für Paramente und Leinwand in den letzten Jahren so hinreichend gesorgt worden, dass für längere Jahre in dieser Beziehung keine Ausgaben zu machen sind, ihre ordinären Ausgaben aus den Zinsen der ausgeliehenen Kapitalien decken kann, nur dass für etwaige außergewöhnliche Bedürfnisse die noch verbleibenden Waldparzellen erfahrungsgemäß ausreichen:

Aus diesen Gründen bittet der unterzeichnete Kirchenrat das Hochwürdigste Bischöfliche Gerneralvikariat, unter der Bedingung, dass die Gemeinde, wie heute beschlossen, die Mittel zum Rohbau stelle, wiederum ihre Genehmigung erteile, dass die nachbezeichneten Grundstücke mit Beobachtung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen zu den genannten Zwecke veräußert werden dürfen, wie der vorliegende Katasterauszug im Betrage von 10 Morgen, 151 Ruthen und 30 Fuß besagt.

Weitere Verhandlungen und Beschlüsse aus den Sitzungen des Kirchenrates über den Neubau der Kirche liegen von 1870 - 1876 nicht mehr vor.

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